Chronik

Die Gründung der Musikkapelle Julbach als Feuerwehrmusikkapelle reicht laut der 1930 rückwirkend verfassten Chronik ins Jahr 1894 zurück. Ein Jahr zuvor wurde von Oberlehrer Franz Schenk die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 14 aktive Musiker zählte die Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Kapellmeister Franz Schenk. Später übernahm Josef Neudorfer die musikalische Führung.

Während dem 1. Weltkrieg war die Musikkapelle nicht aktiv, die meisten Musiker mussten Kriegsdienst leisten. 1921 wurde die musikalische Tätigkeit unter dem neu ernannten Kapellmeister Rupert Schenk wieder aufgenommen (17 Mitglieder). Erst 1931 genehmigte das Amt der OÖ. Landesregierung die Registrierung der Musikkapelle Julbach als selbstständigen Verein.

Auch während dem 2. Weltkrieg ruhte die musikalische Tätigkeit. Doch bereits im Mai 1945 machte der neue Kapellmeister Ernst Schenk die Musikkapelle mit 11 Mann wieder spielfähig. Zu einer aktiven musikalischen Tätigkeit des Vereins kam es in diesem Jahr kaum mehr. Jedoch kann man in der Chronik nachlesen, dass die Kommandatur der russischen Besatzungsmacht immer wieder einige Kameraden aufforderte, zum Tanzen aufzuspielen.
Ab 1946 wurde die Aktivität wieder voll aufgenommen, die Nachwehen des Krieges waren noch in allen Facetten spürbar. Zwei Musikkameraden galten noch immer als vermisst, einer befand sich in russischer Kriegsgefangenschaft.

In den folgenden Jahren häuften sich sowohl die Ausrückungen als auch die Musikproben. Im Jahr 1954 fand das Bezirksmusikfest in Julbach statt. Nahezu 400 Musiker aus dem Bezirk Rohrbach waren anwesend.

Einen musikalischen Aufschwung erlebte der Verein unter Franz Trummer, welcher 1956 zum Kapellmeister gewählt wurde. In diesem Jahr zählte der Verein bereits 29 Mitglieder. Nachdem Trummer Bezirkskapellmeister wurde, legte er in Julbach 1961 sein Amt zurück. Sein Nachfolger wurde Heinrich Krenn. Unter ihm wurden die Musiker 1964 neu eingekleidet. Die Tracht wurde vom damaligen Bürgermeister Johann Kraml entworfen.

Leopold Traxler war insgesamt 17 Jahre Obmann.

1969 trat mit Franz Lichtenauer ein neuer Mann an die Spitze des Vereins, welcher die Tätigkeit bis 1973 ausübte. Ihm folgte Alfred Grims. Der Musikverein durchlebte schwere Zeiten, so dass laut Chronik im Februar 1975 eine Versammlung mit dem Thema „Krise im Musikverein Julbach“ einberufen wurde, bei welcher sogar der Bürgermeister und der Gemeindevorstand anwesend waren. Es wurde über den schlechten Probenbesuch diskutiert, über generell mangelndes Interesse der Musiker und über fehlende Jungmusiker. Letzteres Problem konnte bald behoben werden, befanden sich doch bereits 1976 sechs Jungbläser in Ausbildung. 1977 trat erstmals eine Frau (B-Klarinette) dem Musikverein bei.

Im November 1979 legte Alfred Grims seine Tätigkeit als Kapellmeister zurück, ihm folgte Rudolf Mager, welcher mit 25 Jahren Amtszeit der mit Abstand am längsten amtierende Kapellmeister war. In diese Zeit fielen einige wichtige Ereignisse und Errungenschaften. Im Juli 1980 präsentierte sich der Verein wieder mit einer neuen Tracht. 1989 konnte das neu errichtete Probelokal am Dachboden der Volksschule bezogen werden. Die Freude darüber war groß, wurden doch die Musikproben bis dahin in Räumlichkeiten diverser Gasthäuser und des Gemeindeamtes abgehalten. Der Mitgliederstand des Musikvereines betrug damals 35.
1997 bekam die Musikkapelle abermals eine neue Tracht, welche nach den Entwürfen von 1964 angefertigt wurde und sowohl bei den MusikerInnen als auch bei der Bevölkerung regelrechte Begeisterung auslöste.

In diesem Jahr trat die Musikkapelle zum ersten mal nach langer Pause wieder bei einer Marschwertung an. Das Bezirksmusikfest fand in Klaffer statt und wir durften uns – unter der Leitung von Stabführer Lichtenauer Herbert – über einen ausgezeichneten Erfolg freuen.
Im Mai 2004 spielten wir unser letztes – nun schon traditionelles – Muttertagskonzert unter der Leitung von Rudolf Mager, seine Nachfolge trat Franz Nigl jun. an.
Mit 1.11.2009 übergab dieser den Taktstock an Josef Peherstorfer, welcher nun die musikalischen Geschicke des Vereines leitet. Obmann (seit 2013) ist David Schürz. Die Mitgliederzahl der aktiv tätigen MusikerInnen inkl. Marketenderinnen beläuft sich mit 31.12.2011 auf 51.

Kapellmeister

Franz Schenk 1894 – ?
Josef Neudorfer ? – 1914
Rupert Schenk 1921 – 1939
Ernst Schenk 1945 – 1956
Franz Trummer 1956 – 1961
Heinrich Krenn 1961 – 1969
Franz Lichtenauer 1969 – 1973
Alfred Grims 1973 – 1979
Rudolf Mager 1979 – 2004
Franz Nigl 2004 – 2009
Josef Peherstorfer seit Nov. 2009

Obmänner

Mathias Knollmüller 1931 – 1935
Ignaz Kollon 1935 – 1939
Rudolf Lang 1948 – 1953
Otto Hofer 1953 – 1966
Leopold Traxler 1966 – 1973
Heinrich Krenn 1973 – 1979
Leopold Traxler 1979 – 1989
Heinrich Lauß 1989 – 2001
Mag. Walter Wöss 2001 – 2013
David Schürz seit März 2013

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